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| DO 09.09.2010 | ||||||||
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| FR 10.09.2010 | ||||||||
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Sunrise will beim Kindergarten Bünda eine Mobilfunkantenne aufstellen. Die Bewohnerschaft ist verunsichert, wie an einer Infoveranstaltung zum Thema im Steigenberger Grandhotel Belvédère zu spüren war. Auch der Kleine Landrat Davos will den Masten nicht. Der Ball liegt nun aber beim Anbieter.
Pascal Spalinger
Die Veranstaltung im Salon Ducan des Steigenberger Grandhotels Belvédère stand unter dem Titel «Neue Mobilfunkantenne beim Kindergarten Bünda?» und lockte knapp 30 Interessierte an. Wer nun eine umfassende Information zum Thema und danach eine kontroverse Diskussion erwartet hatte, wurde bitter enttäuscht. Der Anfang war zwar noch ganz interessant. Lucas Vonmoos erklärte den Anwesenden, was Frequenzen sind und welche Auswirkungen sie auf Natur und Tiere haben können.
Bedenkliche Werte
Anschliessend führte die Ärztin Claudia Haunit anhand von Studienergebnissen und Bildern vor, wie sich die Handystrahlung auf den menschlichen Organismus auswirkt. Die mit Bildaufnahmen dokumentierte Wirkung eines 20-sekündigen Telefonats auf die roten Blutkörperchen im Ohr stimmte die Anwesenden nachdenklich. Was dann allerdings Beat Ackle in seinem Referat «Wie finden wir Orientierung» bot, war schlicht eine Farce. Seine Voten erinnerten eher an einen Gottesdienst denn an einen Vortrag. Der Kleine Landrat Reto Dürst versteht die Sorgen der Einwohner des Bünda-Quartiers. Denn die geplante Sunrise-Antenne käme unmittelbar beim Kindergarten Bünda zu stehen. Er hält aber auch fest, dass jedermann nach mehr Leistung schreie, jedoch niemand den Masten bei sich stehen haben möchte.
Präzedenzfall schaffen
Vor einiger Zeit habe die Swisscom in der Matta ausserhalb der Wohnzone eine Mobilfunkantenne aufstellen wollen. Bereits dagegen habe es Einsprachen gegeben, worauf die Gemeinde ein Gutachten in Auftrag gegeben habe. Darin sei man zum Schluss gekommen, dass die Strahlungswerte unter den Normen des Bundes seien. Trotzdem habe man den Masten abgelehnt – und sei vom Verwaltungsgericht scharf zurückgepfiffen worden. Nun müsse man die Bewilligung für den Matta-Masten wohl erteilen. Bei der Sunrise-Mobilfunkantenne beim Kindergarten Bünda liegt der Sachverhalt laut Reto Dürst leicht anders. Denn dieser Masten käme innerhalb der Wohnzone zu stehen. Sunrise habe andere Standorte geprüft und sei zum Schluss gekommen, dass der Standort Bünda ideal wäre. Der Kleine Landrat hat aber auch dieses Begehren abgelehnt. Man sei aufseiten der Bevölkerung. Momentan liegt der Ball bei der Sunrise zur Stellungnahme. Ob man die Sache ans Verwaltungsgericht weiterziehen wird, mochte man seitens des Anbieters noch nicht kommentieren. Die Möglichkeit bestehe aber. So bleibt dem Kleinen Landrat nichts anderes übrig, als abzuwarten. Einen nochmaligen Gang vor Gericht rechnet man jedoch ein. Dann habe man wenigstens einen Präzedenzentscheid, den man bei späteren Anfragen zu Hilfe nehmen könne. Egal ob dieser positiv oder negativ sei, sagt Dürst und hält fest, dass die Vorgaben auch bei der Bünda-Antenne eingehalten worden seien, und man deshalb damit rechnen müsse, auch dort letztlich die Bewilligung erteilen zu müssen.
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