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| DO 09.09.2010 | ||||||||
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| FR 10.09.2010 | ||||||||
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Die Alpine Kinderklinik Davos ist am Ende. Am 19. Mai hat Stiftungsrats-präsident Luzius Schmid beim Bezirks-gericht Oberlandquart die Bilanzen deponiert, und dessen Präsident Christan Mattli hat am 26. Mai die Konkurseröffnung beschlossen. Das Konkursamt von Andreas Valer wird den Konkurs im summarischen Verfahren durchführen – summarisch deshalb, weil keine Aktiven mehr da sind.
Hans Zimmermann
Dieser Sachverhalt wird von allen Seiten bestätigt, ebenso die Tatsache, dass juristisch alles mit rechten Dingen zugegangen sei. Denn eine Stiftung, so erklärte André Kraske, stellvertretender Kreislandammann, der «DZ» auf An-frage, müsse ihre Bilanzen von Gesetzes wegen von sich aus deponieren, wenn der Stiftungsrat feststelle, dass man am Ende sei. «Genau dies haben wir getan», sagt Luzius Schmid. «Wir haben zwar bis zum letzten Tag auf Zusagen von (Finanz-)Partnern gehofft, doch jetzt sehen wir uns gezwungen, die Segel zu streichen.»
Drehen im Kreis
In den letzten Monaten habe man sich im Kreis gedreht – in einem Teufelskreis, wie Luzius Schmid sagte: Denn ohne Finanzen habe man vom Kanton keine Betriebsbewilligung gekriegt und ohne Betriebsbewilligung keine Finanzen. Rudolf Leuthold, Chef des kantonalen Gesundheitsamts, bestätigt diese Aussage insofern, als er sagt, er habe Ende Februar wohl ein Betriebskonzept erhalten, dasselbe auch sofort geprüft und dann mit diversen Auflagen vor allem finanzieller und personeller Natur zurückgeschickt. Seither habe er aus Davos nichts mehr gehört. – Was die Finanzen betrifft, so sagte Luzius Schmid noch am 5. Februar, die Stiftung müsse mit denselben nun pfleglich umgehen, denn kurz zuvor hatte sie aus dem Verkauf der Liegenschaften «Tutti» und «Waldschlössli» an die Davos Klosters Bergbahnen AG sowie der Abbruchhäuser «Chalet», «Bergsonne» und «Bergfrieden» an die Roger Kunz AG gut 10 Millionen Franken erlöst. Was Luzius Schmid natürlich schon damals gewusst hat, aber nicht an die grosse Glocke hängen wollte: dass diese gut 10 Millionen fast vollumfänglich zur Tilgung von Altlasten verwendet werden mussten. In den letzten Monaten habe die Stiftung einen Neustart versucht: einen neuen Start mit einem neuen Konzept und ohne Schulden. Aber auch ohne Geld, und ohne Geld ohne Betriebsbewilligung. Damit wären wir wieder beim Kreis…
Personal betroffen
Zuletzt hat die Stiftung Alpine Kinderklinik noch 35 Angestellte beschäftigt. Zwar war die Klinik selbst am 31. März 2009 geschlossen worden, doch sei das Personal vorwiegend mit dem Um- und Ausbau einer neuen Klinik nach neuem Konzept am neuen, angemieteten Standort im Alexanderhaus beschäftigt worden. Diesen 35 Angestellten ist mit der Konkurseröffnung am 26. Mai automatisch gekündigt worden. Bis auf drei seien alle Monatslöhne ausbezahlt worden – wenn auch teilweise mit erheblicher Verspätung. Ausbezahlt würden jedoch auch die letzten drei Löhne, und zwar durch die Insolvenzversicherung. Ausserdem sei das Personal ständig auf dem neuesten Stand von Verhandlungen gehalten worden. Früh und vollumfänglich informiert worden seien auch Jörg Guyan vom KIGA und Erwin Gansner vom RAV Davos, sodass die Angestellten durch den Konkurs keine finanziellen Einbussen zu erleiden hätten. Vonseiten des Arbeitsamts gebe es die Zusicherung, dass keine Bezugstage gestrichen würden.
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