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Leichter Rückgang am Berg

20.05.2010 Archiv Davoser Zeitung

Auch wenn die definitiven Zahlen noch nicht vorliegen, diese werden erst im Sommer zur Verfügung stehen, kann der sich mitten in den Abschlussarbeiten des Betriebsjahres befindliche Finanzchef der Davos Klosters Bergbahnen AG, Yves Bugmann, schon einen ersten Rückblick auf die vergangene Saison wagen.

 

Barbara Gassler

 

Fest steht schon jetzt, dass das ausgezeichnete Resultat des Vorwinters dieses Jahr nicht wiederholt werden kann. So verzeichnen die in den Davos Klosters Bergbahnen AG zusammengeschlossenen Bahnen Parsenn, Gotschna und Jakobshorn einen Rückgang bei den Ersteintritten von insgesamt 7,3 Prozent. Am stärksten betroffen ist dabei die Gotschnabahn mit 312445 Gesamteintritten oder einem Minus von 9,8 Prozent. Ein Trend, der sich ebenfalls in den insgesamt schwächeren Übernachtungszahlen in Klosters widerspiegle, wie Yves Bugmann erklärt. Doch auch Parsenn mit 6,7 und Jakobshorn mit 5,5 Prozent Rückgang konnten nicht ans gute Vorjahresergebnis anknüpfen, sodass während des Winters insgesamt 1072341 Gäste die Berge besuchten. Überrascht sind die Betreiber von diesem leichten Rückgang nicht, denn das Weihnachtsgeschäft konnte mit einer nur durchschnittlichen Wetterlage nicht auftrumpfen. Ausserdem erwies sich das Saisonende wieder einmal als auffallend schwach. «Der Davoser Gast sucht das Schneeerlebnis im Frühjahr offenbar nicht», lautet der Kommentar dazu. Insgesamt rechnet man mit einem gegenüber dem Vorjahr verringerten Verkehrsertrag.

 

Starke Hotellerie

 

Erfreulich sind hingegen die Zahlen der Mountain Hotels Davos Klosters. Hier spricht Bugmann, trotz der allgemein spürbaren Rezession, von einer Zunahme der Logiernächte um 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. «Offenbar entspricht unser Angebot mit einer günstigen Übernachtungsmöglichkeit und dem Skipass dem Bedürfnis unserer Kundschaft.» Genauso wichtig scheinen allerdings auch die Ausgehmöglichkeiten zu sein: Das Ergebnis der Barbetriebe würden sich ungefähr im Rahmen des vorangegangenen Jahres bewegen. Auch die durch verschiedene Anlässe ins Skigebiet gelockten Gäste machen einen wichtigen Teil des Gesamten aus und werden durch Davos Klosters Bergbahnen AG intensiv beworben, was sich in insgesamt höheren Marketingkosten niederschlägt. Gestiegen sind durch die neue Gesetzeslage, die Vorzugspreise für die Bergbahnen ausschliesst, auch die Stromkosten. Praktisch alle Anlagen von den Bahnen über die Lifte bis zu den Beschneiungsvorrichtungen werden elektrisch angetrieben. Daher sieht man hier auch kein grosses Sparpotenzial und versucht den Kosten durch einen optimierten Einsatz der Elektroanlagen entgegenzuwirken. Der erwartete Cashflow wird somit leicht unter dem des Vorjahres liegen, wobei berücksichtigt werden muss, dass das Resultat von 2009 durch die Verschiebung des Datums des Jahresabschlusses und dem dadurch nur elf Monate zählenden Geschäftsjahr zu gut ausgefallen war.

 

Sommerliche Investitionen

 

Während der nun kommenden Sommermonate sollen die bereits im vergangenen Jahr begonnenen Arbeiten an der zweiten Sektion auf Parsenn beendet werden, wo die gesetzlichen Anforderungen und Vorgaben einen Neubau der bestehenden Standseilbahntrasses notwendig machen. Weitere Investitionen fallen für die Davos Klosters Berg­bahnen AG beim bereits erfolgten Abriss des Hauses Helvetia und dem begonnenen Neubau des Hotelprojekts Ochsen 2 an der Talstrasse an. Auch hier will man auf die kommende Wintersaison den Gästen wieder das volle Bahn- und Übernachtungsangebot präsentieren können.

 


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